Rennrad für Triathlon umrüsten

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Dein erster Triathlon steht an? Du trainierst schon fleißig dafür? Nicht nur deine Fitness ist für den Erfolg eines Triathlons ausschlaggebend. Auch mit dem richtigen Triathlonequipment kannst Du deinen Erfolg beim Triathlon verbessern. In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie Du dein Rennrad für den Triathlon umrüsten kannst, um das beste herauszuholen. Denn schließlich verbringst Du beim Triathlon die meiste Zeit auf dem Rad.

Warum ein Rennrad beim Triathlon?

Triathlon RennradFür den ersten Triathlon ist es meistens egal, mit welchem Rad man fährt. Gerade beim sogenannten „Schnupper Triathlon“ oder „Volkstriathlon“ sieht man immer wieder Anfänger mit Mountainbikes oder Hollandräder. Willst Du allerdings deinen ersten (Kurtzdistanz-)Triathlon absolvieren, solltest Du dir ein Rennrad anschaffen. Denn ein Rennrad rollt wesentlich besser als ein Mountainbike oder ein Hollandrad. Das liegt allein schon an der schmaleren Laufstruktur.

Beispiel – Geschwindigkeit Leistung:

Größe 1,70 m
Gewicht 65 kg
Rennrad 9,5 kg Mountainbike 12 kg Hollandrad 18 kg
100 Watt 27,9 km/h 22,0 km/h 21,3 km/h
200 Watt 36,3 km/h 28,7 km/h 27,5 km/h
300 Watt 42,1 km/h 33,3 km/h 31,8 km/h
400 Watt 46,7 km/h 36,9 km/h 35,2 km/h

Unterschied – Rennrad vs. Triathlonrad

Grundsätzlich ist ein Triathlonrad besser als ein Rennrad, da die Sitzposition und somit die Geometrie besser ist. Durch den steileren Sitzrohrwinkel und dem kürzeren Steuerrohr wird eine optimale und angenehme Sitzposition ermöglicht. Dabei ist  der Winkel zwischen Oberschenkel und Torso geöffnet und die Atmung fällt einem leichter. Außerdem führt dieser Winkel zu einer weniger verkrampften Haltung auf dem Rad.

Ein Rennrad hingegen bitte Dir die Möglichkeit nicht nur extreme (aerodynamische Position) zu fahren, sondern auch durch verschiedene Griffpositionen am Rennlenker diverse Muskelgruppen anzusprechen und eine einseitige Belastung (Ermüdung) zu verzögern.

Sitzrohrwinkel

Triathlonrad – 76 bis 80 Grad

Rennrad – 73 bis 74 Grad

Allerdings muss es am Anfang nicht immer ein Triathlonrad sein. Denn auch ein Rennrad lässt sich bis zu einem gewissen Maß umrüsten.

Triathlon Lenkeraufsatz

Um die aerodynamische Sitzhaltung bzw. Aeroposition auf dem Rennrad zu erlangen, bietet sich ein Lenkaufsatz an. Der Aufsatz wird auf dem Oberlenker des Rennradlenkers aufgeschraubt. Folgende Punkte solltest Du beim Anbringen des Lenkaufsatzes beachten.

  • Die richtige Länge der Extensions
    Extensions werden die zwei dünnen Rohre, die wie zwei Hörner nach vorne am Lenker befestigt werden, genannt. Diese sind von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Größen (S, M, L) oder eine Unisize-Länge erhältlich. Unisize Extensions werden auf die richtige Länge abgesägt. Um die richtige Länge für dich zu finden, solltest Du die Länge anhand der Tabelle der jeweiligen Hersteller bestimmen. Denn diese sind vom Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.
  • Lenkerklemmung
    Beim Lenkaufsatz kommt es auf die Lenkerklemmung an. Prüfe, wie der Durchmesser deines Lenkers ist. Ist der Durchmesser des Lenkers 26 oder 31,8 Millimeter? Wenn Du keinen Messschieber hast, kannst Du auch einfach einen Faden nehmen und den Durchmesser bestimmen. Ist der Lenker jedoch konisch (Lenker läuft in der Mitte zu), musst Du dir ggf. einen neuen Lenker anschaffen, um den Lenkaufsatz montieren zu können.
  • Flacher Lenkeraufsatz
    Die Armauflagen sollten möglichst nah am Lenkerrohr sein. Je flacher der Lenkaufsatz, umso tiefer kannst Du deine Sitzposition einstellen.
  • Abstand zwischen den Extensions
    Die Extensions sollten einen Abstand zwischen 15 und 20 Zentimeter haben, um einen relativ geringen Widerstand zu bekommen und dennoch gut Lenken zu können.
  • Neigung der Extensions
    Die Extensions sollten entweder waagerecht oder leicht nach oben gekrümmt montiert werden. Wenn diese nach unten Neigen, steigt der Windwiderstand.

Triathlon Sattelstütze

Wenn Du dich für einen Triathlon Lenkaufsatz entschieden hast, solltest Du unbedingt auch eine Triathlon Sattelstütze an deinem Rennrad montieren, um möglichst gut, also aerodynamisch zu sitzen. Denn mit dieser Stütze sitzt Du näher am Lenker und somit aerodynamischer.

  • Geknickte Sattelstütze
    Wenn der Rahmen beim Rennrad doch etwas zu groß sein sollte, solltest Du dich für eine Sattelstütze mit einem Knick entscheiden. Die Stütze mit dem Knick hat den Vorteil, dass Du noch etwas näher am Lenker sitzt und somit eine bessere aerodynamischere Haltung hast.
  • Klemmung der Sattelstütze
    Wie auch bei der Lenkerklemmung musst Du bei der Sattelstütze auf die Größe der Klemmung achten. Die Klemmung der Sattelstütze ist genauso zu wählen, wie bei der Lenkerklemmung.

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10 Gedanken zu „Rennrad für Triathlon umrüsten

  • 26. März 2017 um 17:17
    Permalink

    Das war echt sehr interessant gewesen. Bin jetzt was schlauer. Fahrrad fahren tu ich ehrlich gesagt sehr selten 🙂

    Antwort
  • 26. März 2017 um 17:20
    Permalink

    Ich habe mich noch nie direkt mit dem Thema Triathlon beschäftigt (so sportlich bin ich dann doch nicht ;-), finde es aber immer wahnsinnig interessant, hier so viele Informationen darüber zu lesen.
    LG Melli

    Antwort
  • 26. März 2017 um 18:04
    Permalink

    Ich fahre jeden Tag Fahrrad meine 8km zum Kiga und zurück. Aber das nenne ich jetzt nicht unbedingt sportlich.^^ Danke für deine vorstellung

    Antwort
  • 26. März 2017 um 19:38
    Permalink

    Coole Seite – schön übersichtlich gestaltet und ich finde sofort, wonach ich suche. 🙂 So soll es sein 🙂 Danke dafür!
    Lieben Gruß,
    Saskia

    Antwort
  • 26. März 2017 um 21:31
    Permalink

    Wow, wirklich spannender Beitrag!
    Total interessant, was das richtige Fahrrad ausmachen kann.
    Ich habe schon immer gesagt: Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad.. Aber das wollte mir kaum einer glauben haha

    Liebst, Malin

    Antwort
  • 27. März 2017 um 8:02
    Permalink

    Ich rate eigentlich allen vom Umbau ab, wenn sie einen Triathlon nicht nur als Einmalaktion machen wollen. Es ist immer nur ein schlechter Kompromiss. Zudem darf man nicht vergessen, dass man fürs Training nach wie vor gern ein normales Rennrad möchte, da die Sitzposition auf Dauer doch keinen Spaß macht.

    Antwort
  • 30. März 2017 um 11:54
    Permalink

    Das war ein detaillierter Einblick. Jetzt schaffe ich mir erstmal ein Rad für den Sommer an. ^^ Schöne Grüße, Marcel.

    Antwort
  • 5. April 2017 um 11:21
    Permalink

    Hey Tatjana,
    schöner Artikel zu einem wichtigen Thema. Beim Triathlon wird dem Material ja grundsätzlich viel Bedeutung beigemessen. Allerdings wirkt sich das grade für Anfänger und Hobbyathleten nicht unbedingt aus. Ich würde jedem, der mehr als einen Triathlon machen möchte, definitiv zu einem Rennrad raten. Außerdem kann man, unabhängig vom Triathlon, auch so echt tolle Touren damit machen. Ein spezielles Rad unterscheidet sich ja auch im Preis stark vom „normalen“ Rennrad und macht wirklich nur Sinn, wenn man auf der Jagd nach Bestzeiten ist. 😉
    Sportliche Grüße
    Schorsch

    Antwort
  • Pingback: Laufblogger & Sportblogger Rundschau: Die besten Beiträge aus dem März 2017 | Sports Insider Magazin

  • 13. Juni 2017 um 21:09
    Permalink

    Ich habe hier schon wirklich viele tolle Sachen gelesen. Auf jeden Fall wert mal ein Lesezeichen zu setzten. Ich hoffe es folgen noch viele weitere Beiträge, ich liebe diesen Blog! 🙂

    Antwort

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