Bogenschießen in der Triathlon Off-Season

Wer regelmäßig trainiert und in Wettkämpfen alles gibt, sollte auch eine Off-Season einlegen. In dieser Zeit haben Gelenke und Muskeln die Möglichkeit sich zu regenerieren und neue Kraft für den nächsten Wettkampf zu sammeln. Sicher kennst du das unwohle Gefühl, dass man in dieser Phase hat, wenn man kein Sport treibt oder treiben sollte. Es ist ganz klar – ein Ausgleich muss her und deshalb stelle ich dir heute den Bogensport vor. Ein Sport für Körper und Geist der Kraft und Präzision erfordert.

Bogenschießen Triathlon Off-Season

Bogenschießen ist ein ganz besonderer Sport, denn es fordert von dir eine Symbiose zwischen Mensch und Material. Der Bogen ist ein klassischer Verstärker von Reichweite und Kraft. Galt der Bogen damals noch als Jagdwaffe, steht heute die Philosophie und der sportliche Aspekt im Vordergrund und ist seit 1972 als olympische Disziplin anerkannt.

Die unterschiedlichen Pfeile & ihre Eigenschaften

Das Material von Pfeilen bzw. dem Pfeilschaft hat große Auswirkungen auf ihr Verhalten in der Luft. Früher in den Anfangszeiten des Bogenschießens war die Auswahl auf Holzpfeile begrenzt. Hier liegt die Wiege des Bogensports. Doch mit der Weiterentwicklung von Bögen von primitiven Jagdinstrumenten zu komplexen Sportgeräten ging auch eine Weiterentwicklung der Pfeile einher. Heutzutage steht eine Vielzahl an Materialien zur Auswahl.

Eine sichere Empfehlung lautet hier: Sowohl für Anfänger als auch Profis werden meist Carbonpfeile empfohlen, da diese leicht und besonders robust sind und ein sehr breites Einsatzspektrum bieten. Die Vor- und Nachteile aller verfügbaren Schaftmaterialien, erklären wir dir hier.

Pfeile aus Holz

Angefangen hat das Bogenschießen vor vielen Jahren mit dem Holzpfeil. Holzpfeile eignen sich nicht für jede Bogenart. Für einen Compoundbogen sind sie gänzlich ungeeignet. Da sie auch bei den Flugeigenschaften eher etwas unterlegen sind, werden Holzpfeile eigentlich nur für Langbogenschützen empfohlen bzw. sind die dort in einigen Wettkampfklassen vorgeschrieben.  

Wer es dennoch traditionell mag und gern mit Holzpfeilen schießt sollte also stets darauf achten, dass dieser auch zu dem Bogen passt. Dann besteht keine Gefahr, dass das Holz brechen oder sich negativ auf die Flugeigenschaften auswirken kann.

Fiberglaspfeile

Fiberglaspfeile sind nur für eine leichte Zugkraft von maximal 30 lbs ausgelegt. Sie finden lediglich im Kinder- und Jugendbereich Anwendung, wenn es ein wirklich günstiger Einstiegspfeil sein soll. Sie haben außerdem in Sachen Gewicht und Flugeigenschaften allen anderen Materialien gegenüber das Nachsehen, deshalb wird der Einsatz eher nicht empfohlen.

Carbonpfeile

Der Carbonpfeil ist das Universaltalent unter den Pfeilen. Egal, welcher Bogen, welche Zielscheibe und Witterungsbedingungen; ein Pfeil aus Carbon kann fast allem standhalten und ist trotzdem sehr leicht und treffgenau. Durch die vielen Vorteile wird er von Anfängern & Profis am ehesten weiterempfohlen.

Aluminiumpfeile

Auch Pfeile aus Aluminium sind beim Bogensport, egal welcher Art und mit welchem Bogen, sehr beliebt. Vor allem erfahrene Schützen kommen mit den leichten & robusten Pfeilen meist sehr gut zurecht. Aluminiumpfeile sind für Anfänger eher ungeeignet, auch wenn sie preislich attraktiver als ein Carbonpfeil erscheinen. Gerade Einsteiger, die noch nicht zuverlässig die Scheibe treffen, merken schnell, wie leicht ein Alupfeil sich bei einem Fehltreffer verbiegen kann. Fortgeschrittene Schützen brauchen dies nicht zu befürchten und können sie vorbehaltlos schießen.

Wichtige Faktoren bei der Auswahl der Pfeile

Neben den Materialien eines Pfeils sind noch andere Faktoren entscheidend, welche eher mit dem Aufbau zu tun haben. Sie entscheiden darüber, in welcher Flugbahn der Pfeil fliegt, welche Geschwindigkeit er aufnimmt und wie treffsicher er im Endeffekt ist.

Länge der Pfeile

Vor dem Kauf von Pfeilen, etwa bei bogensportwelt.de ist es enorm wichtig zu wissen, welche Länge diese haben müssen. Bei zu langen Pfeilen kann es schnell zu Fehlhaltungen und langfristig zu starken Schmerzen kommen. Man neigt dazu, den Bogen über den eigenen Ankerpunkt hinaus zu überspannen.

Noch gefährlicher sind kurze Pfeile; diese können sehr schnell wegrutschen und den Schützen oder andere verletzen.

Die korrekte Auszugslänge ist schnell und einfach bestimmt. Entweder mit einem speziellen Messpfeil oder aber durch Ausmessen. Bei ausgestrecktem Arm wird eine Faust geformt. Nun muss nur noch der Abstand zwischem Kinn und der Vorderseite der Faust gemessen werden. Da die Pfeillänge in Zoll angegeben wird, musst du diesen Wert noch umrechnen. 1 Zoll entspricht 2,54cm. Anfänger rechnen hier dann lieber noch 2cm dazu, um auf der sicheren Seite zu sein.

Gewicht der Pfeilspitze

Das Gewicht des Pfeils bzw. der Pfeilspitze hat vor allem Auswirkungen auf die Flugeigenschaften und weniger auf die Sicherheit – trotzdem ist es enorm wichtig, sich auch darüber Gedanken zu machen.

Da es für jede Art von Pfeil unterschiedliche Spitzen gibt, sind sogenannte Inserts sehr empfehlenswert. Mit diesen kann man verschiedene Spitzen auf den Pfeil schrauben und so die Eigenschaften während des Fluges selbst testen. 

Richtiger Luftwiderstand durch Befiederung  

Auch die Federn eines Pfeils haben Auswirkungen auf den Flug. Eine sehr große Befiederung verleiht dem Pfeil zwar mehr Stabilität während des Fluges, sorgt aber auch für einen größeren Luftwiderstand.

Pfeile mit kleiner Befiederung werden oftmals für weit entfernte Ziele genutzt, da sie durch ihren geringen Widerstand weiter fliegen.

Neben der Länge ist auch das Material entscheidend. Eine Befiederung aus Naturfedern stabilisiert den Pfeil schnell und ist im Gelände etwas verzeihender, wenn der Pfeil etwa auf dem Parcous einen Zweig streift. Allerdings sind sie anfällig von Regen und anderen Niederschlägen beeinträchtigt zu werden. In der Halle wird dieser Nachteil egalisiert. Federn aus Kunststoff, sogenannte Vanes, sind witterungsunabhänig. Auch sie gibt es in verschiedenen Farben, Formen und Längen. Ein Vorteil von Vanes gegenüber Federn: da es sich bei ihnen anders als bei Naturfedern um kein Naturprodukt handelt, bieten die minimale Fertigungstoleranzen. Für Profis, die ihr Equipment bis ins kleinste Detail optimieren, ein wichtiger Faktor.

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